Buch
Augen-Blick: Passion
mit Beiträgen von Christina Grimminger und Martin Ostermann
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24 Bilder des Passionszyklus sind aus dem Blickwinkel Jesu gemalt. Auf keinem der Bilder ist er zu sehen, nicht einmal eine Fingerspitze von ihm. Sein ganzer Leidensweg erschließt sich im Anblick auf die gleichfalls zum Tode verurteilten Schächer und jene Ereignisse, die sich um ihn herum mit all ihren Beteiligten so oder ähnlich abgespielt haben könnten. Dieser auf allen Bildern vollzogene Perspektivenwechsel ist in der gesamten Malereigeschichte bislang einmalig. Zum ersten Mal wird in der Ikonographie das Motiv des Kreuzweges und der Passion um 180 Grad gedreht, so dass die Hauptperson, Jesus, außerhalb des Bildes zusammen mit dem Betrachter den Standpunkt des gemeinsamen Schauens einnimmt. Ein tragisches Menschheitsspiel wird so anknüpfend an die Bildtradition „neu gesichtet“. Wie durch eine fest vor die Augen fixierte Kamera verfolgt der Maler die Szenen aus dem „AUGEN–BLICK“ Jesu. Die gewohnte Sicht ist verschoben, verdreht, die Perspektive umgekehrt, der Betrachter sieht Jesus nicht, weil er seinen Standpunkt einnimmt, er ist irritiert, er muss sich „umsehen“, „umdenken“, seinen Kopf „umdrehen“ und sich neu in das Bildmotiv hineinsehen.
- AUTOR
- Stefan Weyergraf gen. Streit
- ERSCHEINUNGSJAHR
- 2009
- SEITEN
- 104
- ABBILDUNGEN
- mit farbigen Abbildungen
- FORMAT
- 13 x 20,5
- AUSSTATTUNG
- E-Book, PDF 3,5 MB
- REIHE
- Extemporalia, Fragen der Theologie und Seelsorge
- BAND
- 21
- ISBN
- 978-3-8306-7374-3
- PREIS
- 0,00 EURO